PEARL

Faszinierende Foto-Effekte einfach selbst gestalten

Bilder, die Sie mit Lentikularfolien erstellen können haben etwas Faszinierendes. Machen Sie jetzt einfach mehr aus Ihren Fotoideen. Mit den Lentikularfolien erstellen Sie mit der Wackelbild-Technik lustige oder informative Animationen, aufsehenerregende Effekte, originelle Glückwunschkarten und mit der 3D-Technik echte räumlich wirkende Bilder, die jedes normale Foto alt und flach aussehen lassen.

Wie funktioniert das?

Beide Effekte haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun, aber beruhen auf dem gleichen Prinzip: Die fast unsichtbaren winzigen langgestreckten Linsen-Balken an der Oberfläche der Spezial-Folie ermöglichen es, dass die Augen je nach Blickwinkel auf die Fotos unterschiedliche Bilder sehen. Das klingt auf Anhieb komplizierter als es ist. "Lentikular" bedeutet übrigens einfach "linsenförmig", daher der Name der Folien.

Die Folienoberfläche ist ganz leicht geriffelt, wobei die kleinen Erhebungen wie langgestreckte Vergrößerungslinsen wirken. Wenn Sie auf die Folie schauen, sehen Sie durch die Linse immer eine Vergrößerung des unter der Folie befindlichen Bildes. Der Trick besteht nun darin, dass man unter die Folie schmale Bildstreifen verschiedener Fotos abwechselnd anordnet.

Im Schaubild ist das zunächst mit 2 unterschiedlichen Bilder dargestellt, wie das für ein einfaches Wackelbild mit zwei abwechselnd erscheinenden Bildern genau richtig wäre. Da die Linien sehr fein sein müssen, macht das Zerschneiden in Streifen und das abwechselnde Anordnen der Streifen am besten eine spezielle Software, die bei den Starter-Kits für Lentikularfolien enthalten ist.

Die Software kann bis zu 9 Teilbilder "mischen", aber zunächst betrachten wir für die Erklärung zunächst den einfachsten Fall mit nur zwei Teilbildern. Sie übergeben der Software zwei Bilddateien, A und B. Die Software zerschneidet nun die Bilder in viele feine Streifen, die gerade halb so breit sind wie die Linsenstreifen der Folie. Nun werden die Streifen abwechselnd zusammengefügt, der 1., 3., 5. ... Streifen von Bild A und die 2., 4., 6.... Streifen von Bild B. Dadurch wird sozusagen die Auflösung der Bilder in der einen Richtung halbiert, aber die Proportionen der Bilder bleiben erhalten.

Das nun entstandene Bild, das die Software passend für die Folienformate ausdrucken kann, sieht ziemlich verwirrend aus. Wenn Sie aber nun testweise die Folie darauflegen, können Sie Ihr Werk schon einmal betrachten. Die Folien sind auf der Rückseite selbstklebend, aber solange Sie die Schutzfolie nicht abziehen, können Sie in aller Ruhe experimentieren.

Wenn Sie die Folie exakt ausrichten, können Sie nun je nach Blickwinkel nur die Streifen des Bildes A oder nur die Streifen des Bildes B sehen. Die Streifen des jeweils anderen Bildes sehen Sie nicht, Sie sehen auch keine Lücken, da die Linsenwirkung der Folie Sie den schmalen Streifen auf die volle Breite vergrößert sehen läßt. Es entsteht wieder der Eindruck der Ausgangsbilder A oder B.




Auf die Richtung kommt es an!

Der spannende 3D-Effekt kann entstehen, wenn Sie die Folienrillen senkrecht von oben nach unten anordnen. Dann kann gleichzeitig Ihr linkes Auge ein anderes Bild sehen als Ihr Rechtes. Für die perfekte dreidimensionale Illusion müssen die zugrundeliegenden Teilbilder aus den entsprechenden Perspektiven aufgenommen sein. Entweder fotografieren Sie direkt aus zwei unterschiedlichen Winkeln, oder Sie fotografieren ein Objekt auf einem Drehteller. Da Sie die Position der Kamera oder des Motivs ändern müssen, ohne dass sich sonst etwas am Motiv ändert, geht das nur mit Stativ und nicht z.B. mit bewegten Motiven wie Menschen oder Tieren.

Sie können aber auch Fotos in Bildbearbeitungsprogrammen manipulieren, um 3D-Effekte zu erhalten. Dazu erzeugen Sie die Teilbilder aus Ebenen, die sie leicht unterschiedlich zueinander positionieren. Lassen Sie z.B. den Bildhintergrund unbewegt und verschieben Sie für die Teilbilder Objekte im Vordergrund nach rechts oder links, schon werden die Objekte später vor der Hintergrundebene erscheinen. Halten Sie einmal Ihren Daumen jetzt etwa 10 cm vor Ihren Monitor. Schließen Sie nun abwechselnd das linke und rechte Auge und beobachten Sie dabei die Unterschiede der beiden "Bilder", die sie sehen.


Je nach Auge sehen Sie den Daumen an einer anderen Stelle, bzw. hinter dem Daumen unterschiedliche Bereiche des Monitors. Auf die gleiche Weise entsteht umgekehrt beim 3D-Bild aus den beiden verschiedenen Teilbildern ein räumlicher Eindruck. Unser Gehirn berechnet beim Stereo-Blick sofort aus den Unterschieden der zwei Teilbilder, die die beiden Augen sehen, die räumliche Anordnung der Gegenstände und ihre Entfernungen. Die Software fügt auch diese Teilbilder zu einem zusammen, das ausgedruckt unter der Folie dann den 3D-Eindruck erzeugt.

Bei den Wackelbildern ordnen Sie die Linsenlinien der Lentikularfolie einfach waagrecht von links nach rechts an. Damit sind Ihre beiden Augen und die Linien gleich angeordnet und beide Augen sehen aus dem selben Blickwinkel auf die Linsen, sie sehen also im gleichen Moment immer das identische Teilbild.

Kippen Sie nun das Wackelbild etwas nach oben oder unten, so sehen beide Augen plötzlich das andere Teilbild. Durch Hoch- und Runterwackeln können Sie zwischen den beiden Bildern Hin- und Herblenden. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf: Wechseln Sie zwischen Foto und Text für Gruß- und Glückwunschkarten, zwischen verschiedenen Fotos um zeitliche Abläufe darzustellen, Vorher-/Nachher-Bilder z.B. von aufblühenden Blumen, Trickfilm-Animationen., Bewegungen, Sprechblasen, Einsichten in geschlossene Gegenstände

Wie schon erwähnt lassen sich per Software nicht nur 2 Teilbilder kombinieren, sondern sogar bis zu 9 Bilder. Dadurch können Sie feinere Übergänge erzeugen, abwechslungsreichere Abläufe, noch perfektere 3D-Illusionen.

Sie erstellen also zunächst Ihre verschiedenen Teilbilder, lassen diese von der Software für das entsprechende Format kombinieren und ausdrucken. Nun probieren Sie erst den Effekt mit einer der Folien aus, bevor Sie diese - wenn Ihnen alles gefällt - endgültig aufkleben. Auf der Software-CD finden Sie auch eine ausführliche Anleitung für die einzelnen Arbeitsschritte und wichtige Tips, die Ihnen die ersten Versuche erleichtern.

Beachten Sie bitte bei der Bestellung die Formate und die Richtung der Folien: Mit dem Material für eine querformatige Visitenkarte als Wackelbild können Sie genauso auch ein hochformatiges 3D-Foto erstellen.

Die Möglichkeiten sind grenzenlos!